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Der Rufbus schwächelt

Gemeinderat sucht nach Werbemöglichkeiten

Etwas zögerlich laufe das Rufbusangebot an, das die Gemeinde Mehring mit dem ÖPNV-Angebot in der Stadt Burghausen verbindet, sagte Quartiersmanagerin Ursula Sixt am Montag im Gemeinderat. Im Mai wurden bei 22 Fahrten 74 Fahrgäste gezählt, im Juni bei 24 Fahrten 43 Fahrgäste. Ursula Sixt bat deshalb in der Gemeinderatssitzung um Ideen, wie der Bus besser beworben und in den Alltag der Bürger als Alternative zum Auto integriert werden könnte.

Stefan Forster (CSU und Unabhängige) schlug dazu eine Postwurfsendung an alle Haushalte in der Gemeinde mit dem dazugehörigen Fahrplan vor. Von Zweitem Bürgermeister Stephan Beutlhauser (CSU und Unabhängige) kam der Vorschlag, darin die Stationen in Mehring, die vom Rufbus angefahren werden, nochmal besonders hervorzuheben und auch die Ziele, die in Burghausen direkt erreicht werden können. Dritter Bürgermeister Rupert Maier (SPD und Umweltbewusste) und einige Gemeinderatskollegen votierten für Routenbeispiele, etwa einem, wie man den Wochenmarkt am schnellsten erreichen kann. „Die gemeinsamen Wochenmarktfahrten jeden Donnerstag habe ich im Auge“, so Ursula Sixt. Aktuell buche sie die Rufbusverbindungen dorthin, doch bald müsse das auch anders funktionieren.

Eine funktionierende App wäre besonders für junge Leute wichtig, so Sandra Schwarz (Freie Wähler). Die Hürde, anzurufen müsse abgebaut werden. Zudem sollte auch in Burghausen für den Rufbus nach Mehring geworben werden, etwa dass man die Biergärten in Mehring und Hohenwart mit dem Rufbus bequem erreichen könne. „Da müssen wir nochmals an die Firma Brodschelm herantreten“, so die Quartiersmanagerin. Stefan Forster schlug daraufhin die Einrichtung einer WhatsApp-Nummer vor. Von Johann Lindner (CSU und Unabhängige) votierte für Anzeigen in der Zeitung.

Andreas Zöllner (Freie Wähler) war dafür, darzustellen, was eine Rufbus- und was eine Autofahrt kostet, um so den ein oder anderen zum Umsteigen zu bewegen. Zudem wäre eine Buchungsmöglichkeit nach 16 Uhr für das Angebot förderlich, findet er. Er fügte außerdem hinzu, dass das Neun-Euro-Ticket auch im Rufbus gilt.

Stephan Beutlhauser bat noch darum, an den Rufbushaltestellen auch die Fahrpläne anzubringen. „Das wäre sicher denkbar, aber dafür müssen wir erst die Kosten in Erfahrung bringen“, sagte Bürgermeister Robert Buchner. Außerdem kam die Frage nach Sonderfahrten mit dem Rufbus auf. Auch hierfür müsse man erst die Kosten prüfen, so Buchner abschließend.

mf (Quelle: Burghauser Anzeiger)